Jean Lafitte stellt sich vor
July 1st, 2007
Vor vergleichsweise kurzer Zeit war die Blogosphäre noch ein sicherer Ort für große Handelsschiffe. Doch nun berichten Medienreisende von Piratenübergriffen auf ungeschützte Seiten, von rücksichtslosen Social Media Experimenten, Kanonenschüssen, Papageien, Schatzkarten und Rumfässern.
Kapitän Jean Lafitte war erfolgreicher Geschäftsmann, bevor er – oder besser gesagt, das Schicksal für ihn – beschlos, die Piratenlaufbahn einzuschlagen. Seither nennt man ihn “Den dunkelblauen Korsar”, “Beatshot Buccaneer”, “König der Pirateninsel”, “Schrecken der Blogosphäre”, “Held von Wien”.
Dreimal wurde Jean Lafitte vom österreichischen Kaiser verurteilt, zum Abschuss freigegeben, begnadigt und wieder verurteilt. Ein Zitat aus der ersten Biographie von Luca Hammerschied lässt erkennen, dass Jean Lafitte so gar nicht in die gängigen Schemata seiner Zeit passte:
Er hasste es, wenn man ihn “Geschäftsführer” nannte, denn seiner Meinung nach war ein “Pirat”, der innerhalb eines neuen, florierenden Wirtschaftszweiges in einem virtuellen Land seine pseudowissenschaftlichen Experimente durchführt. Als er die Segel setzte, um Europa zu verlassen und nach Blogistan zu reisen, fühlte er sich betrogen von einem Land, das diesen feinen Unterschied nicht zu würdigen wusste.



